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HÄNSEL UND GRETEL Bearbeitung der gleichnamigen Oper von Engelbert Humperdinck für Blockflöten, Klarinetten, Celesta, Harmonium, Hackbrett, Akkordeon, Gitarre, 2 Schlagzeuger, Violoncello und Kontrabass Regie: Sebastian Hirn Musikalische Leitung: Eva Pons Aufgeführt im Opernzelt, Wintertollwood 2006
Engelbert Humperdinck, Zeitgenosse Richard Wagners, führte das Genre Märchenoper zu einem Höhepunkt. „Hänsel und Gretel“, seine berühmteste Schöpfung, eroberte im Sturm die internationalen Bühnen und so auch die Welt der Erwachsenen. Heute zählt das Werk aus dem Jahr 1893 zu den erfolgreichsten Opern der Welt. Die Münchner Komponistin Helga Pogatschar befreit das Werk für die Tollwood-Produktion „Hänsel + Gretel“ von seiner romantischen Schwere. Das große Orchester wird durch elf Instrumente wie Akkordeon, Cello, Flöte, Harmonium und Hackbrett ersetzt. Unter der musikalischen Leitung von Eva Pons entsteht so ein vollkommen neues Hörerlebnis. Regisseur Sebastian Hirn führt den Märchenstoff zu seinen Ursprüngen zurück. Der Abschied der Geschwister von zu Hause wird zu einem Aufbruch ins aufregend Unbekannte. Mit dem Bühnenbildner Bernhard Hammer verlegt Hirn das Geschehen in eine gewaltige Berglandschaft. Der Weg in den Grenzregionen, voller Wirrungen und Verlockungen, gipfelt in der Begegnung mit der Hexe. Sie erscheint Hänsel und Gretel nicht als alte, böse Frau, sondern jung, schön und erotisch. Sie ist Verführung und Gefahr. |