TERMINE


31. Oktober 2014: Weiter in die Nacht. Terminkalender 1937 – 1939
Hörstück für Sprechstimme und Streichquartett in acht Sätzen nach Texten aus dem Terminkalender der Künstlerin Hannah Höch (1889 – 1978)
Auftragswerk des Bayerischen Rundfunks / Hörspiel und Medienkunst (Bayern 2)
Komposition und Realisation: Helga Pogatschar
Textcollage: Herbert Kapfer
Sprecherinen: Judith Adlhoch und Katharina Franck
Musikausführung: Pelaar-Quartett
Hannah Höch gehört zur Gruppe der bedeutendsten Deutschen Künstler der klassischen Moderne. Sie war eine der treibenden Kräfte der Berliner Dada-Periode neben Raoul Hausmann.
“In den späten 1930er Jahren ist die Künstlerin Hannah Höch mit ihrem damaligen Ehemann Kurt Heinz Matthies, der als Vertreter vor allem Maschinenbau- und Rüstungsunternehmen aufsucht, oft monatelang im Auto unterwegs. Täglich viele Stunden unterwegs durchkreuzen sie das von den Nationalsozialisten beherrschte Deutschland, übernachten in Privatzimmern, Hotels oder mit dem Wohnwagen auf Rastplätzen. In ihren Terminkalendern hat Hannah Höch, die diese Reisen vor allem für Malereien, Skizzen und Naturbeobachtungen nutzt, die Stationen und Erlebnisse stichpunktartig festgehalten. Landstraßen- und Autobahnfahrten durch Nacht und Nebel, Erschöpfungszustände, Stadtbesichtigungen, Besuche der Ausstellung Entartete Kunst in mehreren Städten – und immer wieder: Autounfälle. Vieles bleibt Andeutung – Familiäres, Privates, aber auch die Schicksale verfolgter Freunde.” (Bayern 2, Programmtext)

31. Obkober 2014, 21.03 Uhr, Ursendung auf Bayern 2 (hör!spiel!art.mix)


 

10. Oktober 2014, 22.00 Uhr, Muffathalle München, Rodeo-Festival: Drei fliegende Minuten
Ein surreales Vexierspiel mit Sprechtexten und Liedern, drei Frauen und Video nach einem Text von Nora Gomringer
Aufführung im Rahmen des Rodeo-Festivals 2014
“Ohne Lächeln kommt der Mensch, ohne Lächeln geht er. Drei fliegende Minuten lang war er froh.” Dieser von dem Literaten Jean Paul formulierte Dreischritt des menschlichen Lebens ist die experimentelle Fragestellung, auf der “Drei fliegende Minuten” basiert. Drei Frauen aus drei Generationen teilen sich das Leben einer Person, bringen Lebenslinien und Zeitachsen durcheinander und leisten dem vorgegebenen Lebensentwurf Widerstand.
Begleitet von drei Musikern äußern sie singend, tanzend und sprechend Gedanken und Gefühle, Geheimnisse, Selbstbezichtigungen, Erklärungen, Gespräche mit Geliebten und Gehassten und legen sich gegenseitig Dinge in den Mund.
Stück und Inszenierung bewegen sich – wie das Leben – zwischen strenger Form, Gestaltungswillen und blitzschnellem Reagieren auf neu geschaffene Tatsachen.
Helga Pogatschar und ihr Team kreieren in “Drei fliegende Minuten” ein Szenario, das die Idee vom Lebensplan gründlich ad absurdum führt.
Konzept: Helga Pogatschar, Michael Bischoff, Béatrice Jaccard, Peter Schelling
Regie, Bühne: Peter Schelling
Choreografie: Béatrice Jaccard
Komposition, musikalische Leitung: Helga Pogatschar
Text, Libretto: Nora Gomringer
Mit: Dorothea Brandt (Gesang), Béatrice Jaccard (Tanz), Eva Schmidt (gesprochenes Wort), Slava Cernavca (Klarinetten), Jenny Stölken (Viola), Vlad Cojocaru (Akkordeon)
Bühne, Licht: Michael Bischoff / Kostüm: Pascale Martin / Video: Jörg Staeger
Eine Koproduktion von Theater Roxy Basel/Birsfelden, Theater Rigiblick, Zürich und schwere reiter, München.
Gefördert vom Kulturreferat der Landeshauptstadt München, der Kulturstiftung der Stadtsparkasse München, dem Fonds Darstellende Künste, dem Bezirk Oberbayern, Kanton Basel-Stadt, Kanton Zürich und Stadt Zürich.

10. Oktober 2014, 22.00 Uhr, Muffathalle München (Zellstraße 4, 81667 München)



10. Mai 2014: DU, LIEBE?!
KammerTanzOper für Countertenor, Tänzerin, Slam-Poeten, Zuspielband und interaktives Video
Komposition, Musik: Helga Pogatschar Gesang, Konzept, Dramaturgie: Johannes Reichert / Tanz: Eva-Maria Christ / SlamPoetry, Texte: Julian Heun / Interaktives Video, Konzept: Frieder Weiss
Ein Countertenor mit Barockexpertise, ein junger Berliner Slam-Poet, eine Tänzerin, eine Komponistin elektronischer Musik und ein “Ingenieur in den Künsten” destillieren ihre Sichtweisen auf das große Menschheitsthema Liebe zu einer einstündigen KammerTanzOper. Das lebenserprobte Kreativteam lässt virtuelle und reale Welten aufeinander treffen. Zeitgenössische Poetry-Slam-Texte fusionieren mit digitaler Medienkunst. Die Musik bedient sich originaler Liebeslieder verschiedener Epochen, um sich auf neue und eigenwillige Weise zu präsentieren, und gibt dem Tanz seine Plattform.

10. Mai 2014, 20 Uhr, Kulturbühne bosco Gauting, Oberer Kirchenweg 1


21.-23. Februar 2014, Tanzhaus Zürich: “Der große Schritt”
Dokufiction-Performance mit alter Dame und junger Tänzerin
Eine getanzte Lebensgeschichte von Gret Palucca mit Musikeinspielungen von Helga Pogatschar
Jaccard/Schelling Drift in Kooperation mit dem Tanzhaus Zürich.

21./22. Februar 2014, 20 Uhr, 23. Februar 2014, 18 Uhr, Tanzhaus Zürich, Wasserwerkstraße 129


 

31. Januar 2014, Kulturbühne bosco: “Erratischer Block”
Aufführung des Werkes im Rahmen des Projekts “neuausgabe streichquartett” des Klangmueller Musikverlags Starnberg. Das Pelaar-Quartett interpretiert ferner Streichquartett-Kompositionen von Dorothee Eberhardt, Bernhard Weidner und Graham Waterhouse.
Ausführende Musiker des Pelaar-Quartetts: Joe Rappaport und Luciana Beleaeva (Violine), Gunter Pretzel (Viola) und Graham Waterhouse (Violoncello).

31. Januar 2014, 20 Uhr, Kulturbühne bosco Gauting, Oberer Kirchenweg 1


 

27. Januar 2014, Black Box, Gasteig München: “swamp” (UA)
Musik für Bläser im Rahmen des Konzerts “Richard Strauss zum 150. Geburtstag: Musik für 13 Bläser”
Neben Interpretationen von Werken von Richard Strauss kommen auch Werke von Volker Nickel und Johannes X. Schachtner zur Uraufführung.
Ausführende: Ensemble Zeitsprung unter der Leitung von Markus Elsner.

27. Januar 2014, 20 Uhr, Black Box, Gasteig München